Der Handelsort der Bulgaren in der Vergangenheit waren die Wochen- , Saison- und Jahresmessen. Der Wochenmarkt ist ein Ort unter freiem Himmel zum Einkaufen und Verkaufen verschiedener Waren.Es gab keine Stadt oder Ortschaft ohne Wochenmarkt.Dieser Markt fand an einem bestimmten Wochentag , der verschieden fuer jede Ortschaft war.
        In den meisten Faellen waren die Maerkte inmitten der Ortschaft , haufig auf der Hauptstrasse organisiert.An erster waren an diesen Maerkten landwirtschaftliche Erzeugnisse und handwerkliche Waren aus den naheliegenden Doerfern.
pazar_1.jpg
pazar_2.jpg
pazar_3.jpg
        Die Messen waren die Maerkte einer Ortschaft an einem bestimmten Jahresfest. Ueber die Rollen der Messen in den internationalen Handelsbeziehungen Bulgariens zu den Nachbarlaendern berichten historische Dokumente aus dem Mittelalters.
        In der Periode vor der Befreiung Bulgariens fanden in den Stadtraenden grosse Messen am Georgiustag , Nikolaustag , Dimitroffstag , Petkovstag und am Tag der heiligen Maria statt. Diese Maerkte waren nicht nur Handelsplaetze , sondern auch Kontakt- und Schaustellen des bulgarischen schoepferischen Geistes.Hier konnte man am besten die ethnographischen Besonderheiten der Lebensweise und der Kultur der einzelnen ethnographischen Regionnen Bulgariens beobachten.Es ist unmoeglich alle Orts- und Gebitsmessen zu nennen.Die beruehmtesten und groessten Messen mit internationaler Bedeutung auf unserem Land waren die Uzundzover Messe und Eski-Dzjumaisker Messe.

        Die uzundzover Messe - Diese Messe fand waehrend zwei Jahrhunderte statt: von der ersten Haelfte des XV²²² Jahrhunderts bis zum Jahr 1876.Nicht zufaellig waren die Auswahl des Messeortes , die schnelle Entwicklung und das Aufbluehen der Messe.Das Dorf Uzundzovo befand sich zwischen dem Mittelmeer ,dem schwarzem Meer und der Donau.Die Einwohner waren fast 2000.In den Tagen der Messe erreichte die Zahl der Menschen bis 50 000.Nach der Befreiung traten neue Lebensbedingungen und das Dorf Uzundzovo verlor die Rolle , ein Handelszentrum zu sein und die Produktion von Waren wandte sich zu einem anderen Zentrum.Die Massenkonsumation der Waren war in Plovdiv.Die internationale Messetradition ist vom Dorf Uzundzovo nach Plovdiv untergebracht.Hier wurde im Jahre 1892 die erste internationale Handelasstellung eroeffnet.

        Die Eski-dzjumaisker Messe fand am Georgiustag statt. Als Anfang der Messe ist das Jahr 1839 bekannt. Stadtverwalter war Ruschud aga. Er hat die Lage der Ortschaft geschaetzt und hat an ihm nahestehnden Leuten das weggenommene Land verteilt. Diese Menschen haben die ersten Werkstaetten und Gaststaetten gebaut.Das war der Anfang dieser Messe.Weil der Messeplatz klein und in der Naehe der Stadt war , befehlte Midhad pascha im Jahr 1865 die Messe 2 km ausser der Stadt umzuziehen.Er hat einen neuen Messeplan angefertigt .Dieser Plan wurde im Rathaus aufbewhrt. Die Ahnzahl der Werkstaetten auf dem neuen Messeplatz war 1202.

        Das ethnographische Freilichtmuseum "Etar" hat die Ambition waehrend seiner kurzen Existenz eine Institution zu sein , die die geistliche und materielle Kultur der Bergbewohner erhaelt und die handwerklichen Traditionen des bulgarischen Volkes fortfaehrt.Deswegen im Jahre 1992 kam die Idee unter Museenbedingungen eine Messe der Volks-und Kunsthandwerke wiederherzustellen.Die ersten Wiedergaben waren am Petkoffstag und spaeter im September.Das Freilichtmuseum " Etara "wurde ein Anziehungszentrum fuer Meister aus dem ganzen Land zum Zeigen ihrer Produktion , zum Austausch von Ideen und Erfahrung.In den verschiedenen Jahren ist die Messe zwei- , drei- oder viertaegig. An disen Tagen werden Asstellungen beruehmter Meister eroeffnet.Die Besucher koennen dieWiederdergabe alter Haustaetigkeiten oder das folkloristisches Programm beobachten.
panair_1.jpg
panair_2.jpg
panair_3.jpg